3 einfache Wochenendrezepte mit Wow-Effekt

Wenn am Wochenende etwas mehr Zeit zum Kochen ist, ist bei uns Genuss angesagt. Da darf es auch ruhig etwas länger dauern. Und zusammen am Tisch zu sitzen und etwas richtig Leckeres zu essen, ist für mich manchmal das Highlight des Tages. Dass dabei nicht immer Fleisch auf dem Tisch steht, finde ich nicht weiter schlimm. Die folgenden Rezepte sind auch ohne Fleisch echte Showstopper.

#1: Sonntagsbraten mal anders – mit Sellerie und Pilzsauce

Dieses Gericht ist inspiriert von Jamie Olivers Selleriebraten, und schmeckt wirklich superlecker. Es braucht zwar etwas mehr Zeit, ist also eher was fürs Wochenende, enthält aber alle Wohlfühlelemente, die Essen für mich haben muss. Der Sellerie wird durch das lange, schonende Garen zart und fleischig, dazu die cremige Pilzsauce und knusprige Ofenkartoffeln. Für ein bisschen herzhaftes Bratenfeeling kamen bei uns noch angebratene Speckwürfel dazu.

Das braucht ihr:

1 ganzer Selleriekopf, Olivenöl oder ein anderes Öl, Salz, 1 halbe Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer, Alufolie, Kartoffeln, 1 Packung Champignons, eine Handvoll getrocknete Steinpilze wenn vorhanden, halber Becher Sahne oder ein Ersatzprodukt, 1 Schuss Weißwein, Rosmarin, wenn gewollt ein paar Speckwürfel;

Schritt 1: Heizt den Ofen auf 190 Grad Umluft vor. Ihr braucht für das Rezept eine ganze Sellerieknolle. Diese wird geputzt (einfach mit einem Messer oder Schäler die Schale entfernen), und mit Öl eingerieben. Dann wickelt ihr den Sellerie in eine Alufolie ein und schiebt ihn in den heißen Ofen – für ca. 45-50 Minuten.

Ab und zu könnt ihr ihn mit einer Gabel einstechen, um zu sehen wie weit er schon ist. In der Zwischenzeit werden die Kartoffelschiffchen geschnitten. Diese kommen dann 20-25 Minuten vor Ende der Sellerie-Garzeit einfach mit ein paar Zweigen Rosmarin oder Rosmarinpulver in den Ofen. So werden sie schön knusprig und kriegen sogar etwas von dem austretenden Sellerie-Bratensaft ab.

Schritt 2: Wenn auch die Kartoffeln im Ofen sind, geht es an die Pilzsauce. Schneidet die Pilze eurer Wahl in Viertel oder Scheiben, ebenso die Zwiebel und Knoblauch nach Gusto. Wer getrocknete Steinpilze hat, kann diese nun kurz in etwas Brühe einweichen, bis sie weich sind. Die frischen Pilze dann mit Zwiebeln und Knoblauch (und wer mag ein paar Speckwürfeln) kurz und heiß anbraten.

Dann mit Weißwein ablöschen und etwas Sahne oder ein Ersatzprodukt angießen. Dann kommen die eingeweichten Steinpilze dazu. Abgeschmeckt wird mit einem Esslöffel Brühe. Ein Esslöffel Senf gibt etwas Schärfe. Nun die Sauce etwas einköcheln lassen, bis sie cremig genug ist. Die Pilze sollten nicht matschig zerkocht sein.

Schritt 3: Sind Sellerie und Kartoffeln gar und knusprig, raus aus dem Ofen damit. Befreit den Sellerie von der Alufolie, aber schüttet den darin aufgefangenen Selleriesft nicht weg. Er kann noch mit in die Pilzsauce. Den Sellerie könnt ihr für den Wow-Effekt wie einen Sonntagsbraten in Scheiben schneiden. Dann noch mit den Kartoffeln und der sahnigen Sauce garnieren und schmecken lassen!

#2: Fenchelrisotto

Dieses Risotto hat mein Mann an einem Samstag gemacht, aber wenn ihr nach Feierabend 30-45 Minuten Zeit habt, steht dem Genuss nichts im Wege. Risotto muss zwar ab und zu umgerührt und mit Brühe aufgegossen werden, aber ist ansonsten pflegeleicht und kann nach Vorliebe variiert werden. Falls eure Kinder total allergisch auf Gemüse reagieren, schmeckt das Risotto auch einfach „blank“ mit viel Parmesan sehr gut.

Das braucht ihr:

1 halbe Zwiebel, etwas Sellerie, 1 Karotte, 1 Knoblauchzehe, Salz & Pfeffer, Olivenöl, Gemüse- oder Hühnerbrühe nach Bedarf, 1 Fenchelknolle, Pinienkerne, Parmesan, Butter, in der „Erwachsenenversion“ etwas Weißwein;

Schritt 1: Schnippelt eine Handvoll Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Knoblauch) und legt das Gemüse beiseite. Als „Star“ des Gerichts haben wir hier den Fenchel ausgewählt, weil er im Risotto super schmeckt und nach etwas Garzeit tatsächlich eine leicht fleischähnliche Konsistenz kriegt. Den Fenchel also in Scheiben oder kleine Stückchen schneiden und ebenfalls beiseite stellen. Das Fenchelgrün hebt ihr euch für später auf.

Schritt 2: Für 3-4 Personen nehme ich zwei volle Tassen Risottoreis, dann bleibt noch etwas für den nächsten Tag übrig. Den Reis mit Olivenöl und dem geschnittenen Suppengemüse und dem Fenchel in einem hohen Topf 2-3 Minuten anschwitzen, dann mit Weißwein oder Hühner-/Gemüsebrühe aufgießen, bis er knapp bedeckt ist.

Den Reis weiter köcheln lassen, bis er die Flüssigkeit aufgesogen hat. Dann wieder aufgießen. Diese Prozedur wird wiederholt, bis der Reis eine leicht „schlotzige“ Konsistenz hat und das Gemüse gar ist. Beides sollte nach ca. 25-30 Minuten der Fall sein, je nachdem wie ihr euer Risotto mögt (manche mögen es, wenn der Reis noch etwas mehr Biss hat).

Schritt 3: Während das Risotto und das Gemüse köcheln, könnt ihr noch ein paar Pinienkerne in einer trockenen Pfanne anrösten, das gibt Crunch und eine zusätzliche Geschmacksebene. Wenn das Risotto so durch ist, wie ihr es mögt, noch etwas Butter und geriebenen Parmesan unterrühren und mit dem Fenchelgrün und den Pinienkernen garnieren. Ich hatte noch etwas selbstgemachtes Basiliumpesto da, das kam auch noch obendrauf – sehr lecker!

#3: Frühlingshafter Pfirsich-Puddingkuchen

Dieser einfache, schnelle Kuchen war der Geburtstagskuchen für meinen Mann, aber findet auch unterm Jahr immer wieder großen Anklang. Man kann ihn mit Obst aus der Dose oder frischem Obst garnieren, als Basis dient dafür ein gekaufter Tortenboden. Auch hier gibt es mittlerweile Unterschiede und unzählige Varianten, sogar mit Dinkel und Vollkorn.

Das braucht ihr:

1 fertiger Tortenboden nach Geschmack, 1 Packung Vanillepudding, Milch oder Sahne nach Packungsanweisung, Zucker, 1 Zitrone/Orange/Limette, Pfirsiche oder anderes Obst aus der Dose oder frisch;

Schritt 1: Vanillepudding nach Packungsanleitung kochen und zum Abkühlen beiseitestellen. Ich verwende manchmal für den Pudding eine Dose Kokosmilch, das macht den Pudding interessanter und irgendwie exotischer.

Schritt 2: Obst nach Wahl in Scheibchen schneiden und von einer Zitrone/Limette/Orange die Zesten mit einer Parmesanreibe abreiben. Beim Obst kommt so ziemlich alles in Frage. Mandarinen, Pfirsiche, Ananas, Bananen oder was auch immer ihr mögt, egal ob frisch oder aus der Konserve. Ihr könnt natürlich auch mit Beeren garnieren: Himbeeren, Blau- oder Brombeeren oder klassisch mit Erdbeeren. Superlecker!

Schritt 3: Wenn der Pudding nicht mehr ganz so heiß ist, einfach mit einem Schöpflöffel auf dem Tortenboden verteilen. Dann kommen die Obstscheiben darauf. Für einen besonders schönen Effekt das Obst fächerförmig auf dem Kuchen arrangieren.

Schritt 4: Zum Schluss noch mit den Zitronen- oder Orangenzesten bestreuen. Abkühlen lassen und vielleicht noch mit einem Blümchen oder etwas Minze garnieren – fertig!

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